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  • realfiktion
  • 30. Nov. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Feb. 2025

03.12.2018

Kulturgeschichte der Backsteingotik. „Die romanischen Backsteinbauten schließen noch eng an zeitgenössische Werksteinarchitektur an und übersetzen deren Formensprache in die neue Backsteintechnik. In gotischer Zeit entwickelt sich aber ein charakteristischer Stil, der von Materialreduktion geprägt ist: Die Bauten sind oft sehr wuchtig, von monumentaler Größe, äußerlich aber eher schlicht. Nichtsdestoweniger orientieren sie sich deutlich an den Kathedralen Frankreichs und der Scheldegotik Flanderns. Anspruchsvolle Fassadengestaltung mit unverputzten Blendenhintergründen zeigen prominente Bauten wie das Kloster Chorin und das Karmeliterkloster Helsingœr. An etlichen Gebäuden in den reichen Hafenstädten an der Ostsee leistete man sich fein gemeißelte Portale und Fenstersimse aus Werkstein. Wo die Bauherren weniger wohlhabend waren, gibt es andererseits Fassaden mit Blendarkaden und Lisenen aus Backstein, wo sich hinter dem weißen Putz der Hintergrundflächen kein Backstein verbirgt, sondern grobes Feldsteinmauerwerk. In Zweckbauten des Süderelberaums wiederum finden sich später in barockisierter Form hinzugefügte Penisse.“


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