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  • realfiktion
  • 7. Dez. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Feb. 2025

04.03.2020

Flucht vor sich, viertes Stadium.

(1) Nachts, im zu kurzen Bett, wechseln lange Jetlag-Wachphasen mit Alpträumen von den privaten Scherbenhaufen daheim. Ja, du kommst auch drin vor – jeder, wirklich jeder ein eigenes Krisengebiet.

(2) “On the debris of our despair we build our character” (Emerson, zu Thoreau). Also diszipliniertes Aufstehen gegen Mittag, zum Arbeiten quer über die Straße in die Victorian State Library – als ob es ein Morgen gäbe!

(3) Was nicht verdeckt, dass ich jenseits meines kleinen Amts gar keine Aufgabe habe im Leben. Kein Projekt, keinen Ehrgeiz, keine Verantwortung. Früher so kühne Pläne (Weltformel), später wenigstens noch pragmatische Ziele (hübsche düstere Männer), heute wirklich ganz ohne Eigenschaften, außer dem ständigen Grauen vor dem Naheliegenden. Das bleibt.

(4) Charakter bilden! Sich einen neuen Sinn geben! Außerhalb der Schubladen denken! Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt! Das ist dein Augenblick! Sorge dich nicht, lebe! Du kannst es schaffen, wenn du nur willst! Verwirkliche dich selbst! Entfessle dein Potential! Lebe deinen Traum! Träume groß! Größer! Noch größer! Mach dich auf die Suche nach dem, was dich erfüllt – und du wirst es finden!

(5) “What you seek in vain for, half your life, one day you come full upon, all the family at dinner. You seek it like a dream, and as soon as you find it, you become its prey” (Thoreau, zu Emerson).


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