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  • realfiktion
  • 23. Nov. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Feb. 2025

05.05.2018

Tag 37 in der Wildnis.

(1) Strom, Toiletten, Fernwärme und Zuckergebäck nur noch ferne Erinnerung, schwaches Echo der Zivilisation, wie sie einst gewesen. Dreckverkrustet und mit dem letzten Rest Trinkwasser unterwegs auf überwucherten Pfaden, immer weiter, durch endlose Einsamkeit. Desorientierung, Verdruss über fehlenden Mobilfunk und die Ewigkeit der Wälder, Hitzekoller, Erschöpfung und Angstrausch gipfeln in Rachegedanken. Aber schon hinter der nächsten Bergkuppe unverhoffte Erlösung: die verwaltete Welt schlägt zurück! Genugtuung angesichts ihres Zerstörungswerks, friedliches Behagen an der Niederlage der Natur.

(2) „Da unten ist der Bär! Ich wusste die ganze Zeit, dass er uns verfolgt! Warum hast du die Bananenschale weggeworfen? Das zieht sie an!“ – „Ach was, nie im Leben ist das ein Bär. Es sieht eindeutig aus wie ein... Biber. Die machen sich nichts aus Bananen. [schnippisch] Tja, wenn es hier Internet gäbe, könnt ich es dir beweisen.“


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