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  • realfiktion
  • 2. Dez. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Jan. 2025

09.03.2019

Signifikante Andere.

(1) Nach vier Monaten Abwesenheit wieder sicher im Tritt: Jaywalking, unnötige Taxifahrten, fremde Leute nach dem Befinden fragen und alles toll finden: Sachen, die man in Hamburg nicht tut. Wie schnell auch wieder aus fremden Leuten Bekannte werden und diffuses Verbundenheitsgefühl entsteht, wie beim ersten Mal. One world, one taste, one knish.

(2) Upper-West-Side-gay-bar-Gespräch: “Richard, are you an introvert or an extrovert?” Denke immer noch über die ideale schlagfertige Antwort nach, intelligent, aber nicht einschüchternd, verhalten, aber nicht abweisend, bisschen spöttisch, aber immer noch sympathisch, und stimmen sollte sie auch. Hab’s bald.

(3) Tragisch oder trivial, aufs Ganze gesehen auch Rückschläge: Aus Bekannten werden wieder Fremde. Verbundenheit vergeht, schwer erklärbar, schwer vermeidbar, fast naturgesetzlich, selbst bei dieser einen ganz besonderen Person, für die man einen Mord begehen würde (intro- oder extrovertierte Geste?): noch weiß sie es nicht, aber sie wird irgendwann aufstehen, gehen und alles mit sich nehmen. Ein Mord wird dann nicht genug gewesen sein. Es hätte Massenmord sein müssen.


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