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  • realfiktion
  • 17. Nov. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Feb. 2025

11.04.2018

Go fuck yourselves. Zur Folklore auf allen Reisen gehört: die Grindr-Klage, über das an jedem neuen Ort gleiche Sortiment. Verschämt verpixelte Gesichter, vom Kopf getrennte Athletenrümpfe, Geschlechtswerkzeuge, surreal, in Fehlfarben. Dafür unzählige Varianten der Überforderung durch Text, sogar unter den Studenten der Universität Coimbra. Altehrwürdige Geisteshochburg mit Prachtbibliothek von 300.000 Bänden, und die Bildungselite scheitert beim Lesen meiner zwei Hauptsätze aus four-letter-words – offenbar ein Nonplusultra an philosophischer Dunkelheit, die nur mit noch mehr Fotos von vierschrötigen Genitalien beantwortet werden kann. Ach, meine Unverständlichkeit. Unlesbarkeit. Unnahbarkeit. (Und am Ende des Reisejahrs wahrscheinlich international schlechter Ruf als „der Hegel von Grindr“ o. ä.)


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