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11.07.2026

(1) Bruegels Heiliger Antonius, Erfinder des performative-male-reader-Memes: Sitzt demonstrativ weltabgewandt am Meeresufer und starrt in sein Buch, während dahinter Dämonenwesen eine Schlägerei in einem aufgebrochenen Riesenfisch anzetteln, der auf einem gigantischen brennenden Menschenkopf gestrandet ist; die Stadt dahinter brennt auch, überall Angriffe von Monstern und Chimären, fett, nackt und böse. Und ihre ärgste Waffe, wie schon im Garten der Lüste: Musik!

(2) Allzu bemühte Inszenierung, Strahlenkranz und Segensgeste, andächtige Lektüre von Psalm 34 – als ob. Im und vor dem Städel aber noch Personen in weit schlimmeren Posen.

(3) „Wer ist’s, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte?“ Ich bin’s, wirklich! Dabei leider wieder an den Falschen geraten, einen theoretischen Physiker, der erst drängelt, dann trödelt und schließlich wortlos verschwindet. Frankfurt hat ein Geselligkeitsproblem, heiliger Anton! Dann eben zurück an die Küste.


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