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  • realfiktion
  • 2. Dez. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Feb. 2025

12.03.2019

Breakfast Rant. Obszön teure Stadt, die mindestens zwei Jobs und zwei Untermieter*innen fordert, um in ihr leben zu können. Heruntergekommene, zerfallende, versinkende Stadt, die für einen Kilometer U-Bahnneubaustrecke sogar noch ein paar Milliarden und Jahrzehnte mehr braucht als Hamburg. Nahezu totfotografierte, totmythologisierte, totromantisierte, totkapitalisierte Stadt – aber immer noch lebendiger als nahezu ganz Deutschland. Denn was nützt die billigste Miete, wenn man in der Wüste der Mehrheitsgesellschaft wohnt? Was nützt der bestgepflegte Nahverkehrszug, wenn er nach Uelzen fährt? New York ist David Wojnarowicz, Deutschland ist Didi Hallervorden.

New York ist Empire State Building, Deutschland ist Fußgängerzone mit Fachwerk. New York ist „Taxi Driver“, Deutschland ist „Schwarzwaldmädel“. New York ist AOC, die auf der Dachterrasse tanzt, Deutschland ist Philipp Amthor, der, unaufhaltsam vergilbend, die Nationalhymne singt. (Usw., usf.)


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