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  • realfiktion
  • 3. Dez. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Feb. 2025

17.05.2019

Der metaphorische Tourist. Steil über dem Tejo-Ufer im Westen: der Palast der Notwendigkeiten. Schönerer Ausdruck von Arroganz kaum denkbar als in diesem Namen, gegen den jedes Sollen-sie-doch-Kuchen-essen heutiger Großverdiener verblasst. Ein Palast als völlig natürliches Grundbedürfnis reicher Leute – wie das Subsistenz-Penthouse, die unpfändbare Yacht und sonstiger Mindestluxus. Der Park der Notwendigkeiten dahinter wild überwuchert, Pfauen, fünf Meter hohe Kakteen und ein leeres Treibhaus mit zerbrochener Glaskuppel. Versuchung, darin irgendwas Metaphorisches zu sehen, weil ja in Wirklichkeit und Wahrheit das Notwendige weh tut oder gar nicht existiert oder überhaupt alles eitel ist – dies aber wie immer nicht zuende gedacht. (Stattdessen Bier trinken gegangen.)


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