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  • realfiktion
  • 9. Dez. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Feb. 2025

20.07.2020

Wie deutsch ist es? (Teil XVII)

(1) Schernikau vor kurzem unglaubliche 60 geworden, davon allerdings schon 29 Jahre tot.

(2) Etwas kokette Erklärung für seine DDR-Sehnsucht: Der Staat, der Kunst zensiert, ist dem vorzuziehen, der Kunst ignoriert – frei nach Senator Moynihan: “The only thing government can do to encourage the arts is to forbid them.”

(3) Schernikaus Werk: der Weg, die Wahrheit und das Leben, zur Schau gestellter Durchblick von biblischem Ausmaß, enthält leider auch ungefähr soviel Humor wie die Bibel. Erlösender Umstand: dass er eine Tunte war. Göttin sei Dank!

(4) Kleines Denkmal da, wo Bersarin am 21.04.1945 die Wuhle überquerte, Startpunkt der Befreiung Berlins vom Faschismus. 1992, kurz nach Schernikaus Tod, Aberkennung von Bersarins Ehrenbürgerwürde durch den CDU-Senat (stattdessen: ~Kohl~), 2003 Pendelschlag zurück, Wiedereinsetzung Bersarins, undsoweiter in die Zukunft, je nach Konjunktur. Bei soviel Haltungslosigkeit kommt uns keiner mehr befreien.


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