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  • realfiktion
  • 8. Dez. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Feb. 2025

21.05.2020

The Strudel is real.

(1) Bilanz von neuneinhalb Wochen: nicht gestorben und nichts gekocht. Zwei soziale Gesten, mit denen man in der Pandemie-Krise alles richtig macht und Lebenszeit gewinnt, die man vorbildlich mit Rauchen oder Tanzen füllen könnte, hätte man nicht mit Rauchen aufgehört und gäbe es noch Clubs.

(2) Etwas willkürlicher Ausflug nach Mölln, Herzogtum Lauenburg, idyllisch gelegen in der innersten Schnittmenge eines Venn-Diagramms aus {Kopfsteinpflaster}, {Boccia im Kurpark} und {langsame Verwesung}. Es gibt Telefonzellen und Apfelstrudel.

(3) Mut zur Provinz! Vor dem Schlafengehen jetzt immer eine Folge ‚Twin Peaks‘, Staffel 1 und 2, wie zuletzt vor 30 Jahren. Akzeptabel gealtert, aber doch viel Bauerntheater. (Auch als Selbstbeschreibung verwendbar.)

(4) Bilanz nach neuneinhalb Wochen: Es gelingt wenig, und es geht irgendwie weiter, nach wie vor. Wir bestehen zur Hälfte aus Irrtum, zur Hälfte aus Lebenspraxis.

(5) Unruhiges Herz. Kein Eingriff, bis auf Weiteres konservative Therapie (Apfelstrudel retardᵀᴹ). So leben wir hin.


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