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25.06.2026

(1) Die Tiere sind unruhig. Ein ausgeweideter Tiger vor der Treppe zur U-Bahn, eine Schnecke im Abflusssieb der Dusche, die mit den Fühleraugen herumfuchtelt, als ob sie vor irgendeinem winzigen Orchester, unhörbar, die Auferstehungssinfonie dirigiert.

(2) Der Tag vor der großen Prügelhitze, Ventilatoren ausverkauft, seltsame weiße Spinnen fallen von oben ins Frühstück. Das Internet sagt: es handelt sich um Misumena vatia, sie können die Farbe wechseln und bewohnen „blütenreiche Lebensräume des Grünlandes“. Und Bäume über Außengastronomie.

(3) Man kann kaum noch klar denken, so heiß schon jetzt. Bewährtes Mittel gegen anschleichenden Wahnsinn: Gedichte aus der Erinnerung aufsagen, komplett. „Tyger, Tyger, burning bright / In the forests of the night“ – wie weiter?

(4) Der Himmel gespannt von Gewittern, die sich nicht entladen. Man kann kaum noch klar denken, so heiß.

(5) Das Internet sagt nicht, woher die Schnecke kommt.

(6) „In what furnace was thy brain?“ – Wie weiter?

(7) Man kann kaum noch klar denken.



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