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  • realfiktion
  • 26. Aug. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Jan. 2025

27.01.2014

Manchmal, am Rand der Verzweiflung,

Fragen wir uns ins Gesicht:

Sind wir Tier, oder sind wir Maschine,

Oder Mensch – denn wir wissen es nicht.


Wir haben was vom Menschenaffen,

Der auf Order Faxen macht,

Und wir haben was vom Presslufthammer,

Der die Kohle bricht im Schacht.


Wir haben was von der Bildschirmfliege,

Vernarrt in Fernsehschiet,

Und wir haben was von der Bruckner-Orgel,

Und vom Schlachterhundgemüt.


Wir haben was von der Tüpfelhyäne,

Und wir haben was vom Bonhomme,

Von einem Herd von Bakterien, und von

Der Reinheit einer nackten CD-ROM.


Wir haben was von der Liebesbrieftaube,

Und wir haben was von der Drachensaat,

Wir haben was vom Marschflugkörper,

Und wir haben was vom Verwaltungsapparat.


Kein Tier nicht, und keine Maschine,

Weder göttlich noch gering,

Sind wir vergleichbar der Lerche

In der Volière von Sing-Sing.


Ach – wir sind zwischen Tür und Angel,

Respektive zwischen Engel und Tier,

Und können, existenzpolitisch,

Weder raus da, noch was dafür.


Aber: ist dieses unser Schicksal

Wirklich nur befristeter Frust?

Ach was, meine Damen und Herren,

Hier wird nicht verzweifeln gemusst.


Da wird nicht groß Wind gemacht!

Da kommt nur die Alternative

In näheren Betracht:


Entweder wir gehen dem Gspusi

An die Wäsche, oder dem Kühlschrank ans Bier –

Mitten im Orkan der Frage, ob wir

Maschine sind, oder Mensch, oder Tier.


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