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  • realfiktion
  • 29. Nov. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Feb. 2025

30.06.2018

Hippie-trippy-ecumenical-syncretist-pagan-temple-cum-performing-arts-center.

(1) Abfällige “New Yorker”-Architekturkolumne, die offenbar das prätentiöse Ganze dem Bruchstückhaften vorzieht, das doch den Reiz von St John the Divine ausmacht: Unvollendete Kathedralen als vorweggenommene Ruinen, einzig erträgliche Antwort auf den Größenwahn von Religion. Dementsprechend auch wenig dogmatische Reinheit in der Glaubenspraxis: Poets’ Corner, erstes National AIDS Memorial mit den Namen aller Toten seit 1985, Otterness-Skulpturen, und im Keller spielen üble Kinder Basketball. Denen, die an Weihrauch, Mystik, Ruhm und Herrlichkeit interessiert sind, bleibt ja noch der Petersdom.

(2) Abends Radio City Music Hall, aber auch nur wegen dem Kathedralenraum. (Dafür 60 Minuten Einaudi-Konzert ertragen – everyone in this room is now dumber for having listened to it.)


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